Haltung & Herkunft·4 min Lesezeit·22. März 2026

Warum ich Coach bin

Mein Leben als Personenschützer hat mir gezeigt, dass die wenigsten Menschen mit unerwartetem Druck und chaotischen Zuständen umgehen können. Viele werden handlungsunfähig oder treffen die falschen Entscheidungen. Das Selbstwertgefühl ist in solchen Momenten so gering, dass man gar nicht davon ausgeht, die Situation meistern zu können. Die Menschen waren froh, dass jemand diese Aufgabe für sie übernahm.

Als Kung-Fu-Lehrer erlebte ich dasselbe Phänomen. Die Vorstellung, sich effektiv körperlich zur Wehr setzen zu können, war für viele so weit von ihrer Realität entfernt, dass sie kopfschüttelnd vor mir standen – auch wenn ich ihnen versicherte, dass sich ihre Welt bereits nach wenigen Wochen verändern würde.

Regelmäßiges Arbeiten an sich selbst – auch unter schwierigen und unangenehmen Bedingungen – führt zu einem besseren Selbstwertgefühl. Und das sorgt dafür, dass man sich mehr zutraut. Wenn dieses Gefühl erst einmal tief in einem verankert ist, bleibt man auch in harten und ungerechten Situationen handlungsfähig.

Im Boardroom sieht es anders aus – aber das Muster ist dasselbe.

Auf hohem Niveau trägt man Verantwortung, die andere nicht kennen. Das Risiko ist real. Und in dem Moment, in dem eine Entscheidung getroffen werden muss, ist man allein. Keine Abstimmung, kein Konsens – nur man selbst.

Genau dort hilft innere Führung. Nicht als Konzept, sondern als gelebte Gewissheit: Ich bin weiter gegangen als alle anderen im Raum. Ich habe Situationen ausgehalten, die andere verlassen hätten. Das bedeutet: Ich treffe diese Entscheidung nicht nur auf Basis von Daten und Fakten – ich bin es wert, sie zu treffen.

Und wenn es schief geht? Dann hat man mehr gelernt als alle Anwesenden. Wie auch immer – man kommt weiter.

Zu sehen, wie schnell Menschen ihr Leben – gerade in extrem schwierigen Zeiten – wieder in den Griff bekommen können, ließ mich mit viel Freude Coach werden.

Häufige Fragen

Was unterscheidet einen Coach mit Personenschutz-Hintergrund von anderen Coaches?
Der Unterschied liegt in der Erfahrung mit echtem Druck. Wer über 30 Jahre in Situationen gearbeitet hat, in denen Fehler unmittelbare Konsequenzen hatten, hat ein anderes Verständnis von Entscheidungen unter Stress. Das ist keine Theorie – das ist gelebte Praxis.

Für wen ist dieses Coaching geeignet?
Für Unternehmer, Geschäftsführer und Führungskräfte, die auf hohem Niveau entscheiden und merken, dass sie ein Gegenüber brauchen – jemanden, der mitdenkt, ohne eigene Interessen zu verfolgen. Und der widerspricht, wenn es nötig ist.

Was hat Kung Fu mit Führung zu tun?
Mehr als man denkt. Kung Fu ist keine Kampfkunst im klassischen Sinne – es ist eine Disziplin, die Körper, Geist und Haltung verbindet. Wer über Jahrzehnte trainiert, entwickelt eine innere Ausrichtung, die sich auf alle Bereiche des Lebens überträgt. Auch auf Führung.

Wenn Sie wissen wollen, was das in der Praxis bedeutet: Schreiben Sie mir. Wer verstehen will, wie Klarheit unter Druck entsteht, findet hier eine direkte Fortsetzung: Klarheit unter Druck.

Boris Cazin

Executive Coach und Sparringspartner für Unternehmer und Führungskräfte. 30 Jahre Personenschutz. 45 Jahre Kampfkunst. Köln / NRW – auch online.

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