Disziplin hat jeder.
Sie haben das mit Sicherheit schon oft gehört: „Ich mache das auf meine Weise." Oder: „Ich kriege das schon hin."
Und was wird umgesetzt? Nichts.
Aber was hält einen ab, wenn man genau weiß, was zu tun ist? Faulheit? Dummheit? Es ist nichts von alledem.
Eine Entscheidung
Disziplin ist die Fähigkeit, sich selbst einen Auftrag zu geben – und ihn auszuführen.
Ich stehe um 5 Uhr morgens auf, um zu laufen. Der Wecker klingelt. Ich stehe auf. Das klingt nicht schwer. Aber wenn man dann draußen läuft, ist man allein. Niemand sonst macht es.
Und so ist es mit den meisten Dingen im Leben.
Das zukünftige Ich
Man behandelt das zukünftige Ich schlecht. Obwohl man weiß: Es würde helfen. Es würde das Leben leichter machen. Es würde Probleme lösen. Man macht es trotzdem nicht.
Und am Ende leidet der Selbstwert – weil man so bleibt, wie man ist.
Dabei hat jeder Disziplin
Die Disziplin, sich morgens die Zähne zu putzen, hat jeder. Hoffentlich.
Und selbst wer sagt, er habe keine Disziplin – der setzt das diszipliniert durch. Jeden Tag. Nur weiß das kaum einer.
Es ist immer eine Entscheidung – und sie wird durchgezogen. Eine einzige Entscheidung.
Ja, die ersten Male fällt es schwer. Um 5 Uhr aufzustehen. Dinge anzugehen, die Überwindung kosten. Aber es wird leichter. Mit jedem Mal.
Was danach bleibt
Man behandelt sich mit Respekt. Man fühlt sich besser. Man merkt, dass man nicht mehr so ist wie vorher. Man kann Dinge verändern, Probleme lösen – das eigene Leben und das der Menschen, die einem wichtig sind, verbessern.
Es ist nur eine Entscheidung.
Mit jedem Mal, das man durchzieht, wächst das Selbstwertgefühl. Niemand kann es einem geben. Man muss es sich erarbeiten.
Ich habe es selbst gemacht. Niemand kann das für einen erledigen.
Und das fühlt sich gut an. Denn es ist richtig. Jedes Mal.
Disziplin und innere Stärke hängen direkt zusammen. Wer das eine entwickelt, bekommt das andere mit. Wie das konkret aussieht, habe ich in einem weiteren Artikel beschrieben: Wohlfühlen ist eine Kunst.
Häufige Fragen
Kann man Selbstdisziplin erlernen oder ist sie angeboren?
Selbstdisziplin ist keine Charaktereigenschaft, mit der man geboren wird. Sie ist das Ergebnis einer Entscheidung – und der Wiederholung, die daraus folgt. Wer sie einmal aufgebaut hat, merkt: Sie war nie ein Talent. Sie war eine Gewohnheit.
Was tun, wenn die Motivation fehlt?
Auf Motivation zu warten ist der häufigste Fehler. Disziplin setzt genau dort an, wo Motivation aufhört. Wer handelt, bevor er sich gut fühlt, baut etwas auf, das trägt – unabhängig von der Tagesform.
Wie lange dauert es, bis eine neue Gewohnheit sitzt?
Das hängt nicht von einer festen Zahl ab, sondern davon, wie konsequent man ist. Entscheidend ist nicht die Dauer – sondern die Unterbrechungslosigkeit. Wer jeden Tag wiederholt, auch wenn es schwerfällt, verankert die Gewohnheit schneller als jemand, der nur dann handelt, wenn er sich bereit fühlt.
Wenn Sie wissen wollen, wie das konkret aussieht – für Sie, in Ihrer Situation: Schreiben Sie mir.
Boris Cazin
Executive Coach und Sparringspartner für Unternehmer und Führungskräfte. 30 Jahre Personenschutz. 45 Jahre Kampfkunst. Köln / NRW – auch online.