Warum der erste Schritt persönlich sein muss
Es gibt Gespräche, die man nicht per Video führt.
Nicht weil die Technik es nicht erlaubt. Sondern weil manche Dinge Raum brauchen – echten Raum. Den Raum eines Zimmers, in dem zwei Menschen sitzen, ohne Bildschirm zwischen sich, ohne die Möglichkeit, einfach die Kamera auszuschalten.
Ich komme zu meinen Klienten. Immer. Zum ersten Mal.
Das ist keine Geste. Es ist eine Haltung.
Was in einem ersten Gespräch wirklich passiert
Ein erstes Gespräch ist kein Kennenlernen im üblichen Sinne. Es ist eine Bestandsaufnahme – manchmal die erste ehrliche seit Jahren. Menschen auf hohem Niveau sind es gewohnt, Gespräche zu führen, in denen sie die Kontrolle behalten. Sie wissen, was sie sagen dürfen und was nicht. Sie haben gelernt, sich zu zeigen, ohne sich zu zeigen.
Das ändert sich, wenn jemand in ihrem Büro sitzt. In ihrem Umfeld. Auf ihrem Terrain.
Ich sehe, wie jemand sitzt. Wie er zögert. Was er anfängt zu sagen und dann abbricht. Was er dreimal erklärt, obwohl er es einmal hätte sagen können.
Diese Details verschwinden auf dem Bildschirm. Er ist flach – und hat nicht die Tiefe, die ein Mensch nun mal hat.
Und ich stehe in keinem Abhängigkeitsverhältnis zu meinen Klienten. Ich bin nicht ihr Mitarbeiter. Nicht ihr Berater, der seinen Auftrag verlängern will. Nicht ihr Freund, der die Stimmung schonen möchte.
Klarheit verschwindet in der Hierarchie.
Präsenz ist keine Methode
Es gibt Coaches, die Präsenz als Technik einsetzen. Als Signal: Ich nehme Sie ernst. Ich investiere Zeit.
Das ist nicht der Grund, warum ich komme.
Ich komme, weil ich glaube, dass Vertrauen einen Anfang braucht, der nicht virtuell ist. Weil die Arbeit, die wir danach tun – ob online oder vor Ort – auf diesem ersten Moment aufbaut. Und weil ein Fundament, das auf einem Videocall gebaut wurde, ein anderes ist als eines, das auf einem echten Gespräch steht.
Was danach kommt, entscheiden wir gemeinsam
Nach diesem ersten Nachmittag wissen wir beide, was möglich ist. Ob eine wöchentliche Online-Begleitung der richtige Rhythmus ist. Ob weitere Präsenztermine sinnvoll sind. Ob eine intensive Begleitung über mehrere Monate das ist, was gebraucht wird.
Ich mache keine Vorgaben. Ich mache Vorschläge – auf Basis von dem, was ich in diesem ersten Gespräch gehört und gesehen habe.
Der erste Schritt ist persönlich. Alles andere ergibt sich daraus.
Häufige Fragen
Warum kommen Sie zu Ihren Klienten – und nicht umgekehrt?
Weil das Umfeld eines Menschen mehr verrät als jedes Gespräch. Wer in seinem eigenen Büro sitzt, ist anders als derjenige, der in fremde Räume kommt. Ich will den Menschen sehen, nicht die Rolle, die er in einem neutralen Raum spielt.
Wie lange dauert das erste Gespräch?
In der Regel einen Nachmittag. Das ist kein Kennenlernen – das ist eine ehrliche Bestandsaufnahme. Wer dafür keine Zeit hat, ist noch nicht bereit für eine echte Zusammenarbeit.
Was passiert, wenn das erste Gespräch zeigt, dass eine Zusammenarbeit nicht passt?
Dann sagen wir das. Klar und direkt. Eine Zusammenarbeit, die nicht auf dem richtigen Fundament steht, nützt niemandem. Das erste Gespräch ist auch eine Prüfung – für beide Seiten.
Wenn Sie bereit sind für ein erstes Gespräch – vor Ort, ohne Umwege: Schreiben Sie mir. Wer wissen will, was dabei wirklich passiert, findet hier eine direkte Einordnung: Warum ich Coach bin.
Wie das konkret aussieht
Der erste Besuch vor Ort ist der Anfang jeder Zusammenarbeit. Was danach kommt – ob Online-Begleitung, weitere Präsenztermine oder eine intensive Begleitung über mehrere Monate – entscheiden wir gemeinsam.
Zur Übersicht der Formate →Boris Cazin
Executive Coach und Sparringspartner für Unternehmer und Führungskräfte. 30 Jahre Personenschutz. 45 Jahre Kampfkunst. Köln / NRW – auch online.